Digitaler Kolonialismus: Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen

Vortrag & Infoveranstaltung
Datum
Mittwoch, 15.April 2026
Zeit
19:00 - 21:00
 
Wiesenstraße 17
 
52134 Herzogenrath
Eintritt
Frei
Kontakt
Andris Gulbins
Tel
01737079189
Mail
kontakt@kab-aachen.de

Digitale Technologien mit ihren Versprechen von Effizienz und Prozessoptimierung gelten vielen als Heilsbringer.
Aber wer zahlt den Preis dafür?

In seinem Buch „Digitaler Kolonialismus – Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen“ zeigt Sven Hilbig auf, wie sich koloniale Machtverhältnisse in der Digitalisierung fortschreiben. Geschrieben hat er das Buch zusammen mit dem Kommunikationswissenschaftler Ingo Dachwitz, der unter anderem für das Investigativmedium netzpolitik.org arbeitet. Das Buch wurde als Wissensbuch des Jahres 2025 ausgezeichnet und war für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert.

Hilbig analysiert aus machtkritischer Sicht wie globale Tech-Konzerne (big five) den digitalen Raum erobern, unter menschenunwürdigen Bedingungen nach Rohstoffen und Metallen graben lassen, Daten abschöpfen, die Landwirtschaft abgreifen, repressive Staaten unterstützen, Märkte deregulieren und Heere an Klickarbeiter:innen schaffen. Dabei erläutern die beiden Autoren, wie der globale Süden, insbesondere Afrika, zwischen die Fronten gerät und die Kolonialisierung des Kontinents fortgeschrieben wird. .

In Ländern wie Kenia oder den Philippinen schauen sich Heere von ausgebeuteten Arbeiter:innen täglich traumatisierende Inhalte an, damit wir unbeschwert Sozialen Medien und Künstliche Intelligenz nutzen können. In Ägypten und Vietnam leiden Aktivist:innen unter technisch hochgerüsteten Diktatoren.
Die Großmächte USA, China und auch Europa spielen dieses Spiel nicht nur mit, sondern verschärfen aktiv die Ausbeutung und Kontrolle im Globalen Süden.

Digitaler Kolonialismus: Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen