Schwarz rote Kneipe: Keine Einzeltäter: Misogynie und radikalisierte Männlichkeit

Aktion
Datum
Mittwoch, 18.März 2026
Zeit
18:30 - 22:00
 
Oligsbendengasse 10
 
52070 Aachen
Eintritt
Frei
Themen
Keine Kategorien

In den vergangenen 10 Jahren nahmen Anschläge, die von (jungen) Männern ausgeführt wurden immer mehr zu. Oft handelten sie allein und wurden als Einzeltäter wahrgenommen. Diese Leseweise verstellt den Blick auf die gesellschaftliche Dimension der Taten. Attentäter wie Andreas Behring Breivik, Elliott Rodger, Alek Minassian oder Stephan Balliet begingen ihre Taten zwar allein, jedoch besuchten sie im Vorfeld Foren und Netzwerke, wie die der Incel-Community, tauschten sich in ihnen aus und veröffentlichten ihre Manifeste in diesen. Ihre Taten werden in diesen Foren weiterhin besprochen und ihre Mitglieder beziehen sich auf die Attentäter. Gemeinsam ist allen Tätern und ihren Bewunderern das männliche Geschlecht und ihre Misogynie. Der Vortrag verfolgt die These, dass die Anschläge mit Männlichkeit als gesellschaftlich konstruiertes Identitätskonzept verwoben sind und sich bei den oben beispielhaft genannten Männern Männlichkeit radikalisiert hat.

Maria Jordan ist Sozialwissenschaftlerin und arbeitet als Sozialarbeiterin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit gewaltbetroffenen Frauen. Sie beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit dem Zusammenhang von Gewalt gegen Frauen und kapitalistischer Vergesellschaftung sowie feministischer und Kritischer Theorie.

Wir freuen uns, unsere erste Schwarz-Rote Kneipe im Volin zu veranstalten. Ansonsten freuen wir uns mit euch, wie gewohnt, auf einen spannenden Vortrag, eine interessante Diskussion und ein leckeres, veganes Abendessen.

Schwarz rote Kneipe: Keine Einzeltäter: Misogynie und radikalisierte Männlichkeit