Soziale Arbeit: 1933?

Aktion
Datum
Donnerstag, 07.Mai 2026
Zeit
19:00 - 22:00
 
Oligsbendengasse 10
 
52070 Aachen
Eintritt
Frei
Themen
Keine Kategorien

Die Soziale Arbeit erinnert sich nicht gerne an die Begeisterung, mit denen wichtige Akteur_innen von Verbänden, Berufsorganisationen und Ausbildungsstätten, unabhängig von Konfession oder Parteibuch, die Machtübergabe an die NS-Regierung begrüßten. Trotz der massiven Brüche im Berufsalltag im Jahr 1933, überwogen an vielen Orten unterschiedliche Kontinuitäten – inhaltlich wie personell.

Der Vortrag möchte einen Blick auf jenes Schicksalsjahr für die Soziale Arbeit werfen und die unterschiedlichen Reaktionen auf die damit einhergegangenen Entwicklungen beleuchten.

Welche Haltung vertraten die etablierten Organisationen und führende Persönlichkeiten der Sozialen Arbeit gegenüber der NS-Regierung? Wie positionierten sich Sozialarbeiter_innen zur NS-Politik? Inwiefern gestaltete sich die Zusammenarbeit mit oder der Widerstand gegen den neuen Staat und warum wurde eine Wohlfahrtsorganisation zur zweitgrößten Massenorganisation im Nationalsozialismus?

Infos zum Referenten:
Tim Ernst (M.A.) ist Sozialarbeiter und forscht im Rahmen seines Promotionsprojekts am Promotionskolleg NRW zur Ausbildungsgeschichte der Sozialen Arbeit im NS-Staat. Er ist Research Fellow am Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) an der Katholischen Hochschule NRW (Standort Aachen) und Promotionsstipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES).

Soziale Arbeit: 1933?